Was ist Rosacea / Couperose?

Bei Rosacea bzw. Rosazea (med. Acne rosacea), umgangssprachlich auch Couperose oder Kupferrose genannt, handelt es sich um eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die überwiegend im Gesicht auftritt. Bekannt ist, dass es sich im weitesten Sinne um eine Durchblutungsstörung mit krankhafter Gefäßregulation handelt. Diese Gefäßerweiterungen resultieren dann in einer entsprechenden Rötung der Haut.

Auch wenn die Rosacea optisch an Akne erinnern kann, ist sie hiervon klar zu unterscheiden. Bei einer Rosacea sind die Poren nicht verstopft und die Haut ist eher trocken, während bei der Akne geschlossene Komedonen bzw. Mitesser charakteristisch sind. Die Rosacea verschlechtert sich außerdem häufig unter UV-Licht, während die Akne sich unter Sonneneinstrahlung häufig verbessert.

Wie zeigt sich Rosacea?

Bei den meisten Menschen taucht die Hautkrankheit typischerweise erstmals im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auf und verstärkt sich im Alter von 40 und 50 Jahren. Ca. 10% der Erwachsenen sind betroffen, Frauen etwas häufiger als Männer.

Gewöhnlich zeigt sich die Rosacea zunächst schubweise. Symptome, die anfangs wieder abklingen, können später dauerhaft bestehen bleiben. Charakteristisch ist insgesamt eine gerötete, extrem gereizte und empfindliche Haut. Diese ist häufig trocken und schuppig und neigt zum Jucken oder Brennen. Äderchen sind deutlich erweitert. Gelegentlich können sich bereits im ersten Stadium der Erkrankung kleinere Papeln bzw. Knötchen und Eiterpickelchen (Pusteln) zeigen. Auch auf der Kopfhaut kann eine Rosacea auftreten.

Im zweiten Stadium weist die Rosacea neben Rötungen dann wesentlich deutlichere Pusteln, Knötchen und Schwellungen auf. Diese können sich beizeiten entzünden und unter Umständen sogar eitern.

Aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome wird die Rosacea in diesem Stadium häufig mit Akne verwechselt. Der Hautarzt wird den Unterschied in den meisten Fällen jedoch mit bloßem Auge erkennen und die Behandlung nach einer Diagnose speziell auf die Rosacea abstimmen.

Bei Männern tritt gelegentlich eine „Kupferakne“ auf, bei der es durch das Wuchern von Bindegewebe und Talgdrüsen zu knotigen Verdickungen kommt. So entsteht die sogenannte „Knollennase“, oder auch „Blumenkohlnase“ oder „Kartoffelnase“. Selten finden sich solcherlei Hautwucherungen auch an Augenlidern, am Ohr, dem Kinn oder an der Nasenwurzel. Sind die Augenlider betroffen, kommen vermehrt Augentrockenheit, Lidrand- oder Bindehautentzündungen und selten eine Hornhautentzündung hinzu. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist eine umfängliche Rosacea-Therapie unerlässlich.

Ein Rosacea-Leiden bringt häufig psychische Probleme mit sich, da Betroffene mit fortschreitender Krankheit häufig ihre sozialen Kontakte stark einschränken und es vermeiden, vor die Tür zu gehen. Umso wichtiger ist eine umfassende Rosacea-Therapie mit entsprechend unterstützender Hautpflege, die Betroffenen ihre Lebensqualität zurückbringt.

Ursachen und Auslöser für Rosacea

Warum wer in welcher Lebensphase Rosacea bekommt ist natürlich nicht pauschal zu beantworten. Verschiedenste Lebensveränderungen können ganz unerwartet eine Rosacea zur Folge haben. Dies kann im Alter zwischen 30 und 50 oder auch erst über 60 Jahren geschehen, selbst wenn Sie bis dato mit einer makellosen Haut gesegnet waren. Betroffen von Rosacea sind allerdings zunehmend jüngere Menschen und vor allen Dingen Frauen nach der Schwangerschaft.

Klar ist, dass es sich bei der Rosacea im weitesten Sinne um eine Durchblutungsstörung mit krankhafter Gefäßregulation handelt und dass diese Gefäßerweiterungen dann eine Rötung der Haut mit sich bringen. Dieser Prozess kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst oder begünstigt werden. Daher ist es neben einer medikamentösen Therapie wichtig, dass Betroffene mögliche Auslöser bei sich selbst feststellen, um diese zu vermeiden.

Eine Ursache für Rosacea können Störungen des Immunsystems und bakterielle Infektionen sein. Auch ein Mineralmangel kann zu einer Schwächung des Immunsystems beitragen. Bei manchen Menschen führt die winzige, meist harmlose Haarbalgmilbe, welche nahezu jeden Menschen im Laufe seines Lebens besiedelt, zu einer überzogenen Immunreaktion des Körpers und resultiert so in Entzündungen der Haut und einer Rosacea. Lesen Sie hierzu mehr unter Rosacea und Haarbalgmilben.

Auch genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle. So kann zum Beispiel eine Immunschwäche weitervererbt werden. Am häufigsten betroffen sind hellhäutige Nordeuropäer bzw. Menschen „keltischen“ Hauttyps.

Hormonelle Schwankungen können Rosacea-Schübe auslösen oder begünstigen, zum Beispiel innerhalb des weiblichen Zyklus, während oder nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.

Rosacea kann auch als Nebenwirkung auf Arzneimittel auftreten, beispielsweise infolge einer Antibiotika-Therapie, die das Immunsystem schwächt.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind psychische Faktoren und Stress. Der Stress kann dabei emotionaler oder körperlicher Natur sein (z.B. durch Sport oder körperliche Arbeit). Stresshormone wie Adrenalin können in der Haut entzündliche Prozesse auslösen oder begünstigen und so auch die Symptome einer Rosacea verschlimmern.

Auch Umwelteinflüsse wie kalter Wind, Feuchtigkeit, Luftverschmutzung sowie Pollen und Abgase können das Hautbild verschlechtern. Besonders eine dauerhafte und intensive Sonnenstrahlung kann durch die Schädigung der Gesichtshaut eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer Rosacea spielen.

Des Weiteren können chemische Einflüsse wie bestimmte Duft-, Farb- und Zusatzstoffe in Textilien oder Waschmitteln die Rosacea auslösen. Ebenso Alkohol, scharfes Essen, Haarfärbemittel oder äußerlich anzuwendende Medikamente wie Kortisonsalben.

Geachtet werden sollte außerdem auf physikalische Reize. Rosacea-Haut reagiert empfindlich auf Druck und Reibung, Wärme und Kälte. Auf heiße Bäder oder Saunabesuche sollte daher möglichst verzichtet werden. Ebenso auf ein grobes Abtrocknen des Gesichts. Man kann sagen, dass jede Reizung zu einer zusätzlichen Rötung der Haut führen kann.

Auch bestimmte Nahrungsmittel können die Rosacea beeinträchtigen, beispielsweise eine erhöhte Aufnahme tierischer Fette oder Milchprodukte. Auch ein Mineralmangel, z.B. Zink oder Schwefel, kann sich negativ auf die Zellen auswirken.

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Rosacea und Haarbalgmilben

Möglicherweise haben Sie in Zusammenhang mit Rosacea schon einmal den Begriff Haarbalgmilben oder Demodex-Milben gehört. Haarbalgmilben werden als mögliche Auslöser der Entzündungsreaktion bei Rosacea diskutiert. Zwar besiedeln die Milben die Haarfolikel der meisten Menschen, allerdings ist die Dichte der Besiedelung bei Rosacea-Patienten sechsfach höher als auf der Haut gesunder Menschen. Auffällig ist außerdem, dass Therapien gegen die Mikroben auch die Entzündungen auf der Gesichtshaut abklingen lassen und dass bei Rosacea-Patienten zudem spezifische IgG-Antikörper gegen Demodex nachgewiesen werden konnten. Überdies wirken topische Therapien, die die Demodex-Dichte in der Haut vermindern, bei Rosacea-Patienten entzündungshemmend. Aufgrund dieser Erkenntnisse gelten die Haarbalgmilben als möglicher Co-Faktor bei Rosacea. Sie reagieren mit dem Immunsystem und fördern so die Entzündungsreaktion. Eine Prophylaxe der Demodex-Besiedlung oder gar die komplette Eradikation ist dennoch nicht möglich, da die Milbe zur normalen Hautflora eines jeden Menschen gehört.
DemoDerm hat sich bei Menschen mit vermehrtem Milbenbefall als unterstützende Pflege bewährt, da die Creme die Haut schont und zu einer besseren Gesamtsituation beiträgt.

Was tun bei einer Rosacea?

Wenn Sie bei sich eine Rosacea bzw. Couperose vermuten, sollten Sie unbedingt zeitnah einen Hautarzt aufsuchen. Denn bei einer frühzeitigen Rosacea-Therapie kann das Fortschreiten der Erkrankung oftmals verringert werden.
Als Unterstützung zur individuell abgestimmten medikamentösen Therapie ist eine bewusste Vermeidung persönlicher Auslöser-Faktoren entscheidend. Das Führen eines Rosacea-Tagebuchs kann hier hilfreich sein, um nach und nach zu verstehen, welche Faktoren die Rosacea in Ihrem individuellen Fall begünstigen, oder aber was Ihrer Haut in der Situation besonders guttut. Außerdem sollten Betroffene auf eine ausgeglichene Lebensweise achten. Das bedeutet zum Beispiel: Stress vermeiden, auf eine vollwertige Ernährung mit viel Obst und Gemüse setzen.
Die richtige Hautpflege ist bei einer Rosacea ganz entscheidend. Vermeiden Sie unbedingt ein Einwirken auf die Haut mit verschiedenen Pflege- und Reinigungsprodukten. Diese überfordern die ohnehin gestresste Haut besonders durch die Vielzahl an unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Eine von Rosacea geplagte Haut möchte sich erholen. Reduzieren Sie Ihre Reinigung darum am besten ganz auf klares Wasser, gegebenenfalls mit einer pH-neutralen Seife, und unterstützenden Sie Ihre Haut bei der Regeneration mit DemoDerm. Die leichte Creme stärkt das geschwächte Immunsystem der Haut auf Basis von Zink und Schwefel. So wirkt sie einem Mineralmangel der Haut entgegen und hat zugleich eine beruhigende Wirkung. Menthol wirkt gleichzeitig kühlend und erfrischend.

Zusätzlich zur Pflege mit DemoDerm können Sie Ihre Haut gegen Feuchtigkeitsverlust schützen. Aus dem Kontakt zu unseren Kunden wissen wir, dass sich einfache, „pure“ Produkte wie Vaseline, Melkfett, Kokosfett, Wollwachs oder Hautöle eignen, die Ihre Haut nicht mit verschiedenen weiteren Inhaltsstoffen irritieren. Diese tragen Sie am besten morgens und abends nach der Verwendung von DemoDerm auf, oder einfach bei Bedarf.

Gelegentlich zeigt sich die Rosacea auch auf der Kopfhaut. Hier kann eine DemoDerm-Lösung helfen: Einfach einen DemoDerm-Rest in Wasser auflösen (1 Messerspitze DemoDerm auf 100 ml) und mit Hilfe einer Sprühflasche oder Pipette aufsprühen bzw. auftragen. Zwar löst sich DemoDerm nicht so gut in Wasser und es können Flocken übrigbleiben. Dennoch reichen die gelösten Stoffe meist für diesen Hautbereich.